Berechnete Felder in Google Data Studio

Berechnete Felder in Google Data Studio 150 150 Simeon Heinze

Funktionsweise

Berechnete Felder können unter den Datenquellen-Optionen als eigenständige Felder angelegt werden, die entweder als Messwert oder als Dimension in die bestehenden Dimensionen und Messwerte aus Google Analytics eingeordnet werden. Diese Einordnung geschieht auf Basis der Ausgabe des Feldes – ist die Ausgabe eine Anzahl oder ein mathematischer Wert, wird das Feld als Messwert eingeordnet. Ist der Wert ein String/Text, ein Datum oder einfach keine zusammenfassbare Anzahl, wird er als Dimension eingeordnet. Bei der Erstellung eines berechneten Feldes dürfen hierbei keine Dimensions- und Messwerte vermischt werden.

Erstellung

Zur Erstellung eines berechneten Feldes navigieren Sie im Data Studio Bericht unter „Ressource“ nach „Hinzugefügte Datenquellen verwalten“, wählen bei der gewünschten Datenquelle unter den Aktionen „Bearbeiten“ aus, und können nun am rechten oberen Rand über „Feld hinzufügen“ ein neues berechnetes Feld erstellen. Hier kann dem neuen Feld nun ein Name gegeben werden, sowie die für die Berechnung notwendige Formel ins Formelfeld eingetragen werden.

Einsatzmöglichkeiten

Arithmetische Berechnungen

Auf berechnete Felder können einfache Berechnungen mit mathematischen Operatoren angewendet werden. So können die Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, sowie Klammersetzung verwendet werden, um neue Messwerte aus bereits bestehenden Metriken aus Analytics zu erstellen. Dazu geben Sie im Formelfeld die Bestandteile des neuen Feldes an, also unter anderem mindestens ein bereits bestehendes Feld, indem Sie einfach den Namen dieses Feldes eingeben, woraufhin ein Autovervollständigungsfeld geöffnet wird. Danach können Sie die Felder mit den oben genannten Operatoren logisch verknüpfen.

Beispiel: Um den Anteil an Neuen Nutzern von allen Nutzern zu errechnen, wird einfach folgende Formel verwendet:

Funktionen

In Google Data Studio wird eine Reihe erweiterter Funktionen unterstützt, mit denen Sie entweder mehrere Datenreihen zusammenfassen, erweiterte mathematische Berechnungen auf Daten anwenden, Zeitdaten anpassen und bearbeiten, geografische Daten anpassen, oder Stringdaten bearbeiten können. Eine vollständige Liste aller unterstützten Funktionen finden Sie hier.

Beispiel: Wir möchten den Hostname und die aufgerufene Seite verbinden, um in einer neuen Dimension die vollständige URL zu erhalten – dazu verwenden wir die Funktion CONCAT():

Verzweigungslogik

Für die Verwendung einer if…else Verzweigungslogik können Sie CASE-Anweisungen verwenden. Diese Anweisungen beginnen stets mit „CASE“ und enden mit „END“. Die Bedingungen sind immer nach einem „WHEN“, „THEN“, „ELSE“-Muster aufgebaut. Nach dem „WHEN“ kommt immer die Bedingung, wonach das „THEN“ und das gewünschte Ergebnis folgen. Ausführliche Informationen zur Syntax der CASE-Anweisungen und deren vielfältige Anwendungsfälle finden Sie hier.

Beispiel: Wir möchten die Altersgruppen 18 – 24, 25 – 34 und 35 – 44 zusammenfassen und als „18 – 44“ benennen und die restlichen Altersgruppen zusammenfassen und als 45+ benennen. Dazu verwenden wir die REGEXP_MATCH() – Funktion:

Fazit

Berechnete Felder sind oft dann von großem Nutzen, sobald die Standardfelder aus Google Analytics nicht mehr ausreichen, um tiefergehende Analysen durchzuführen. Andere Möglichkeiten bieten sich da, wo beispielsweise ein Wechsel von einem anderen Analysetool zu Google Analytics stattfindet, man die alten Berichte und Dashboards aber so weit wie möglich übernehmen möchte. In diesem Fall können die von den alten Analysetools abweichenden Felder oft durch berechnete Felder in Data Studio ersetzt werden und erleichtern einem so in vielen Fällen deutlich die Arbeit.

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