Das Near Field Communication-ABC

Das Near Field Communication-ABC 150 150 Simeon Heinze

Was ist NFC?

NFC, oder auch Near Field Communication, ist eine Technologie zur drahtlosen Datenübertragung über kurze Distanz. NFC basiert auf der RFID-Technik, die bereits großflächig in der Logistik, zur Zutrittskontrolle oder in Geschäften ohne Kassierer verwendet wird. So wie die RFID-Chips funktionieren auch NFC-Chips über Radiowellen, die, von einem aktiven Gerät ausgehend, von einem passiven Chip (Transponder) empfangen werden können und so einen Informationsaustausch ermöglichen. NFC-Chips gehören zum Bereich der gedruckten Elektronik (printed electronics), können also mittels spezieller Drucker direkt auf, oder sogar in, Etiketten, Plakate oder anderweitige vergleichbare Produkte gedruckt werden. NFC-Chips haben meist eine einzigartige ID und enthalten eine URL, vergleichbar mit QR-Codes. Sobald nun ein NFC-fähiges Gerät (für Apple-Geräte ist noch eine App nötig) an einen solchen Chip gehalten wird, werden die Daten, in vielen Fällen in Form einer URL, an das Empfangsgerät gesendet und aufgerufen.

© onemobiz.com/nfc-marketing/

Anwendungsfälle

Vielleicht ist NFC vielen schon ein Begriff, beispielsweise von elektronischen Handytickets, bargeldlosem Bezahlen an Supermarktkassen, oder von Kreditkarten. Noch ist der Chip in Deutschland nicht weit verbreitet, hat aber großes Potential, gerade was Marketing und Werbung betrifft. So gibt es bereits einige erfolgreiche Anwendungen der Technologie – Thinfilm führt hier einige Beispiele ihrer eigenen Kunden an. So hat das Wein-Unternehmen Barbadillo großflächig mit NFC-Chips versehene Etiketten an seine Flaschen angebracht. Hierauf war ein Handlungsaufruf angebracht, in diesem Fall war durch die Interaktion eine bestimmte Summe an Geld zu gewinnen. Kampagnen wie diese brachten Barbadillo die vierfache Zahl an Nutzer-Interaktionen im Vergleich zu ihren sonstigen Internet-Werbeauftritten ein.

© en.wikipedia.org/wiki/File:TF_Barbadillo_NFC_campaign.jpg

Ähnliche Kampagnen verhalfen etwa Coronado Bier zu einer Erhöhung des gesamten Mobil-Traffics um ganze 92%. Andere Anwendungen finden sich auch im Feld der Qualitätssicherung und dem Produktfälschungsschutz. So gibt es eine Abwandlung der herkömmlichen NFC-Chips, die mit einem besonderen Sensor ausgestattet sind, die zum Beispiel das Öffnen einer Flasche registrieren und somit dem Kunden mitteilen können, wenn es sich bei dem gekauften Produkt um eine Fälschung handelt. Diese Anwendung ist gerade bei pharmazeutischen Produkten oder Nahrungsmitteln interessant.

Sicherheit

Gerade aufgrund der kürzlichen Änderungen im Datenschutzrecht, ist natürlich auch interessant, dass es kein Problem ist, das Tracking von NFC-Chips DSGVO-konform zu gestalten. Meist werden die Daten, die über den NFC-Chip übermittelt werden, anonymisiert und dann mittels einer Blockchain sicher gespeichert. Auch sind die Daten auf Thinfilm-Chips hardwarecodiert – heißt, sie können, einmal auf den Chip aufgebracht, nicht mehr geändert werden. Dies verhindert Fälschung der Chips und eventuellen Missbrauch.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass NFC sicher eine in der Zukunft immer mehr verwendete Technologie sein wird und gerade aus Bereichen wie dem drahtlosen und bargeldlosen Einkaufen nicht mehr wegzudenken sein wird.  Gerade das unauffällige Drucken hinter althergebrachte Etiketten bietet einen großen Vorteil gegenüber Technologien wie zum Beispiel QR-Codes, die gerade auch wegen ihrer Optik in den vergangenen Jahren nicht wirklich Zuspruch finden konnten. Auch der Fakt, dass auf Android-Geräten (bald voraussichtlich auch Apple) keine App vonnöten ist, senkt die Barriere zur Anwendung durch den potentiellen Kunden nur noch.

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